Treffpunkt Leipzig

Architekturgeschichte in Leipzig

Die Leipziger Innenstadt bietet eine ebenso vielfältige wie spezifische Architektur verschiedener Epochen. Schwerpunkte sind natürlich die Barockbauten, die Gründerzeitarchitektur und alle Gebäude, die durch die Welthandelsmesse entstanden. Die Entwicklung von den Durchgangshöfen zu den Passagen können die Gäste ebenso nachvollziehen, wie die Veränderung der Messehäuser-Architektur von der Waren- zur Mustermesse.

Stadtrundgang

Zu Beginn zeigt der Gästeführer die Nikolaikirche mit ihren Bauelementen aus verschiedenen Jahrhunderten. Die Alte Nikolaischule stellt ein hervorragendes Beispiel der Renaissance dar. Als älteste städtische Schule bildet dieser Bau heute eine gelungenen Symbiose aus alt und neu. Am Augustusplatz ist die spannende Entwicklung der Architektur von der Moderne der 20er Jahre mit dem Krochhochhaus bis zum Neubau der Universität nachzuvollziehen. Nicht weit entfernt liegt die Moritzbastei, ein beeindruckendes Bauwerk des Baumeisters Hieronymus Lotter aus dem 16.Jahrhundert,welches heute ein beliebter Treffpunkt für Studenten und alle Feierfreudigen ist. Das Städtische Kaufhaus als erstes Beispiel eines Mustermessepalastes liegt auf dem Weg zur Mädler-Passage, der bedeutendste Passagenbau der Messestadt. Gleich gegenüber auf dem Naschmarkt steht die Alte Handelsbörse, der erste Profanbau nach dem 30-jährigen Krieg. Das Alte Rathaus am Marktplatz gilt als eines der schönsten Renaissance-Rathäuser Deutschlands. Mit den Erläuterungen der kontrastreichen umliegenden Bebauung, z.B. das Museum der Bildenden Künste, endet der Rundgang.

individueller Rundgang: Tour I - Dauer 1,5 Stunden Einige Stationen: Nikolaikirchhof - Augustusplatz - Moritzbastei - Städtisches Kaufhaus- Mädler-Passage - Marktplatz Tour II - Dauer 2,0 Stunden Einige Stationen: Nikolaikirchhof - Augustusplatz - Moritzbastei - Städtisches Kaufhaus- Mädler-Passage - Marktplatz - Barthels Hof - Zum Arabischen Coffeebaum Stadtrundfahrt - „Architekturgeschichte in Leipzig“

Stadtrundfahrt

Der Treff- und Ausgangspunkt ist die Westseite der Thomaskirche. Zu Beginn der Tour wird den Gästen die Entstehung des Promenadenrings vorgestellt und daraus resultierend der Grund, warum die spätgotische Thomaskirche eine neugotische Westfassade des 19. Jahrhunderts erhielt. Die Prachtbauten am Promenadenring begeistern bei der Weiterfahrt mit ihrer Schönheit und Opulenz. An der „Runden Ecke“ der früheren Bezirksverwaltung der Staatssicherheit, erkennen die Gäste, wie architektonische Elemente die Namensgebung im Volksmund prägen können.

Plagwitz ist als ehemaliger Industriestandort, mit seiner Umstrukturierung nach der Wende und dem Wandel zu einem beliebten Wohnbereich eine weitere Station. In der Industriestraße wird angehalten und bei einem kleinen Spaziergang das Stelzenhaus und die Leistungen der EXPO 2000 vorgestellt. Anhand der Verzinkerei, der Konsumzentrale sowie des Stelzenhauses wird auf die Harmonie von gewerblichen Bauten verschiedener stilistischer Epochen aufmerksam gemacht.

Auf der Weiterfahrt über die Käthe-Kollwitz-Straße finden die Fabrikantenvillen der Gründerzeit Beachtung. Hinter farbigen Mauern entdeckt man das Zuhause der Leipziger Thomaner. Die Bedeutung des Forum Thomanum, welches sich auch architektonisch stetig weiterentwickelt, wird durch den Gästeführer näher gebracht.

Der beeindruckende Bau des Bundesverwaltungsgerichts liegt auf der Strecke in den Süden.1933 hat hier im ehemaligen Reichsgericht der Reichstagsbrandprozess stattgefunden. Beim Abbiegen in die Dufour- und August-Bebel-Straße werden die wunderbaren Fassaden von Historismus und Jugendstil sichtbar. Breite Straßen und hohe Fassaden sind Zeugnisse des Wohlstands um 1900 in Leipzig.

Der weitere Verlauf führt über die Richard-Lehmann-Straße mit seinen vorzüglich renovierten Wohngebäuden der Leipziger Wohnungsbaugesellschaft der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. In diesen Bauten gab es erstmals in allen Wohnungen WC’s und nicht „auf halber Treppe“.

Die Bauten des ehemaligen Schlachthofes und die Einbindung in das MDR-Zentrum stehen für eine mutige Symbiose aus Alt und Neu. Um den steten Wandel geht es auch auf dem Alten Messegelände. Hier ist der Bau des Volkspalastes von 1913 im Stil des römischen Pantheons architektonisch bedeutend.Heute wird dieser Rundbau als Veranstaltungszentrum genutzt. Am Bayrischen Bahnhof geht es um den Bau des City-Tunnels Leipzig und Ihr Gästeführer erläutert die spektakuläre hydraulische Verschiebung des Portikus auf Teflonplatten. Die Rundtour endet über Windmühlenstraße und Peterssteinweg wieder an der Thomaskirche.

Individuelle Rundfahrt: Tour III - Dauer 2,0 Stunden Einige Stationen: Westseite der Thomaskirche - Promenadenring - Stadtteil Plagwitz mit Stelzenhaus, Konsumzentrale, Buntgarnwerke - Käthe-Kollwitz-Straße mit Fabrikantenvillen der Gründerzeit - Bundesverwaltungsgericht - August-Bebel-Straße - Richard-Lehmann-Straße mit Sitz des MDR - Völkerschlachtdenkmal - Altes Messegelände - Deutscher Platz - Bayrischer Bahnhof - Neues Rathaus - Ende der Rundfahrt an der Thomaskirche

Unser Spezialist für Rundgänge und Rundfahrten zum Thema Architektur ist Herr Hans-Weking Franke. Er hat als Architekt viele Projekte in Leipzig mitbegleitet. Das Fachgebiet des Gästeführers sind die verschiedensten Baustile. Seien Sie neugierig und tauchen Sie in die schier unendliche Architekturgeschichte Leipzigs ein.

Unser Tipp: Diese Touren sind besonders für architekturbegeisterte Gäste geeignet, die auf eine fachspezifische und dennoch unterhaltsame Betreuung Wert legen.

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