Treffpunkt Leipzig

Auf den Spuren der geheimnisvollen Freimaurer

Freimaurer-Rundgang-Tour III: Das Völkerschlachtdenkmal als Weltkulturerbe

Das Völkerschlachtdenkmal ist nicht nur das größte Monument Europas. Es ist die Dominante eines einzigartigen Denkmalensembles für das welthistorische Ereignis „Völkerschlacht bey Leipzig“, in der 1813 verbündete russische, preußische, österreichische, schwedische und britische Truppen die napoléonische Armee bezwangen.

Trauer, Mahnung und Gedenken an die Opfer der ersten großen Massenschlacht der Neuzeit ist die allgemeine Grundaussage des Monuments. Doch auch eine freimaurerische Interpretation liegt nahe. Denn der Schöpfer des weltweit größten Freimaurerdenkmals, Clemens Thieme, war Mitglied der humanitären Leipziger Loge "Apollo".

Beim Bau des Völkerschlachtdenkmals ließ Thieme wesentliche freimaurerische Vorstellungen einfließen, so daß sich die zeittypische Symbolik der Monarchie in der zeitlosen Komposition der Gesamtanlage verliert. Thiemes Anrede der Gäste zur Denkmalsweihe 1913, unter Ihnen Kaiser Wilhelm II.,: "Deutsche Brüder, deutsche Schwestern!", zeigt deutliche Distanz zum Kaiserreich. Gerade vor dem Hintergrund der freimaurerischen Intention wird die europäisch - kosmopolitische Ausrichtung des Ensembles deutlich: Freiheit, Frieden, Unabhängigkeit, Völkerverständigung, Versöhnung.

Die zweistündige Führung beginnt an der russisch-orthodoxen-Gedächtniskirche, dem (Völkerschlacht-) Denkmal „zur russischen Ehre“. Wir erheben uns über Leipzigs bedeutendste Treppenanlage bis zum „Tränenmeer“ zu Füßen des Michaelsreliefs, eine der eindrucksvollsten Antikriegsdarstellungen überhaupt. Dabei werden u.a. Thiemes Wohnhaus, seine letzte Ruhestätte, Erinnerungssteine, wie z.B. Napoléonstein und Apelsteine, berührt. Ein ausgewiesener Botschafter der königlichen Kunst erklärt die einmalige Architektur der gesamten Denkmalskomposition und erläutert deren freimaurische Bezüge.

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