Historismus und Jugendstil in der Leipziger Innenstadt
Gründerzeitarchitektur in der Leipziger Innenstadt
Eine besondere Epoche des Wandels und des Wachstums erlebte Leipzig in der Gründerzeit. In der Zeitspanne von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte die Messemetropole eine Bautätigkeit in ungeahnten Ausmaßen. Es entstand eine Architektur, die bis heute das Selbstbewusstsein und den Wohlstand einer wachsenden Bürgerstadt dokumentiert. Die außergewöhnlich opulenten Fassaden im Stil des Historismus begeistern noch heute Leipziger und Gäste gleichermaßen. Erst die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in den letzten 20 Jahren brachten die Schönheit der Gebäude und die Feinheit der Gestaltungsdetails wieder in den Focus des Betrachters. Keine weitere Stadt in Deutschland bietet einen vergleichbaren geschlossenen Bestand an Bauten aus der Epoche des Wilhelminischen Kaiserreiches.
Bei dem architektonisch geprägten Rundgang lohnt es sich, immer wieder den Kopf in den Nacken zu legen. Die wunderschönen Giebelgestaltungen streben in den Himmel, oft geschmückt mit glänzenden Wetterfahnen. Der Gott des Handels, Hermes mit dem geflügelten Helm, begleitet den Spaziergänger auf Schritt und Tritt. Bedeutende Beispiele des Historismus wie der Zentralmessepalast, das Trifugium und der Handelshof werden vorgestellt. Besonders aufwändig gestaltete Details sind in der Nikolaistraße am Selters Haus und im Innenhof der Goldenen Hand zu entdecken. Bei diesem Rundgang entführen wir die Gäste auf eine Zeitreise in eine glanzvolle Epoche. Seien Sie neugierig, denn die schönsten Dinge sind oft erst auf dem zweiten Blick erlebbar.
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- aktualisiert am 18.05.2012
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