Ein Industriedenkmal im Wandel
In Plagwitz, dem zu DDR –Zeiten verfallensten Stadtbezirk Leipzigs, mit dem höchsten Leerstand und geringem Grünanteil, vollzieht sich seit 1990 ein beispielhafter Wandel.
Aus einem grauen, maroden Industriestandort wurde und wird ein lebens- und liebenswerter Stadtteil mit neuem Grün, viel Wasser und mit attraktiven Wohn- und Freizeitmöglichkeiten.
Auch viele Unternehmen finden hier Platz und schaffen kreative und modernste Arbeitsmöglichkeiten.
Fördergelder der öffentlichen Hand aber auch privater Investoren sind hier wie in keinem anderen Leipziger Stadtteil eingeflossen. Und das Ergebnis ist sehenswert.
Auf unserem Rundgang beschäftigen wir uns mit der Geschichte von „Plochtewitz“( Ersterwähnung 1468) und mit einigen großen Namen, die das Stadtviertel prägten. Nach jahrhundertelangem Dornröschen –es gab nicht einmal eine Straßenverbindung nach Leipzig- wurde das unbedeutende Dörfchen Mitte des 19 Jahrhunderts erweckt. Der „ Industriepionier des Westens“, Dr. Karl Heine, machte Plagwitz innerhalb weniger Jahrzehnte zum Leipziger Industriezentrum. Im Jahr 1855 zählte Plagwitz 400 Einwohner. 1888, im Todesjahr Heines, findet man in Plagwitz ca. 13.000 Firmen, teilweise mit weltweiter Reichweite, wie Gebrüder Brehmer, Rudolf Sack, Tittel & Krüger oder Mey & Edlich. Doch nicht nur um den Kommerz, sondern auch um die Kunst soll es auf dem Rundgang gehen. An authentischen Orten erfahren wir Interessantes über den großen Künstler Max Klinger.
Sorgfältig sanierte alte Substanz und reizvolle Neubauten, wie z.B. die Stadthäuserprojekte oder die großartige Stabbogenbrücke bieten einen interessanten Kontrast und machen diesen Rundgang zu einem besonderen Erlebnis.
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- aktualisiert am 04.09.2010
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