Bustour an den Geiseltalsee – einst das mächtigste Braunkohleflöz der Welt
1698 wird zum ersten Mal Braunkohleabbau im Geiseltal erwähnt. Aus kleinen Kohlegruben entstand Ende des 19. Jahrhunderst eines der größten Braunkohleabbaufelder Europas.
Neun Brikettfabriken und mehrere Chemiebetriebe entstanden um den Tagebau im Geiseltal. Das Ammoniakwerk Merseburg, die späteren Leuna-Werke und die Buna-Werke bei Schkopau wurden mit dem begehrten Rohstoff beliefert.
Der Abbaubetrieb bis in eine Tiefe von 130 m vor. Etwa 33 km² Landschaft und mindestens 16 Orte wurden zerstört. 1993 endete die Kohleförderung im Geiseltal. Seit 1861 wurden mehr als 1,4 Milliarden Tonnen Braunkohle gefördert. weiter »
Wo einst Euopas mächtigstes Braunkohleflöz lag, erstreckt sich heute Deutschlands zweitgrößter künstlicher See – der Geiseltalsee. 23 Orte wurden ganz oder teilweise abgerissen, 12.500 Menschen verloren ihre Heimat.
Mit der Flutung des Tagebaurestloches mit dem Wasser der Saale entstand nicht nur ein großer See. Die Bepflanzung der Uferböschungen, die Überlassung von Teilbereichen für Flora und Fauna ließen ein vielfältiges Landschaftbild entstehen, dass mit der einstigen Tristesse des Tagebaus nichts mehr zu tun hat. Die Marinas in Braunsbedra und Mücheln verströmen maritimes Flair.
Der Geiseltalsee, westlich von Leipzig, ist heute attraktives Naherholungsgebiet im Raum Halle-Leipzig. An den Hängen des Geiseltalsees wächst sogar Wein.
Kommen Sie mit auf eine spanndende Entdeckungstour rund um den Geiseltalsee bei Merseburg. Gern mieten wir auch einen Reisebus, buchen eine Schifffahrt oder ein Mittagessen in einer Gaststätte.
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