Völkerschlachtdenkmal Leipzig – Symbol für Sieg & Niederlage
Im Oktober 1813 tobte vor den Toren Leipzigs die bis dahin größte und verlustreichste Schlacht in Europa – die Völkerschlacht bei Leipzig.
Preußen, Russland, Österreich und Schweden gewannen, Frankreich und Sachsen verloren.
100 Jahre später wurde zur Erinnerung das Völkerschlachtdenkmal eingeweiht. Symbol des Sieges sollte es sein, trutzig, monumental, heroisch. Ideologisch wurde es missbraucht. Heute erinnert das Völkerschlachtdenkmal an alle Toten der Völkerschlacht und mahnt zum Frieden. weiter »
Der Reformator und die Messestadt – eine Hassliebe
1512 kam Martin Luther zum ersten Mal nach Leipzig, um die 40 Gulden an der Universität abzuholen, die er für seine Doktorarbeit in Wittenberg brauchte. Von dem Geld hätte sich Luther auch 40 Ablassbriefe kaufen können, doch genau dieser Ablasshandel war es, der Luther sauer aufstieß.
1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg und löste damit ein Beben aus. 1519 zitierte Landesherr Georg von Sachsen Luther nach Leipzig zur Disputation gegen Dr. Johannes Eck. Leipziger Drucker druckten die Akten der Leipziger Disputation und sie druckten die Lutherbibel. weiter »
„Wir sind das Volk“ – die Friedliche Revolution in Leipzig
Am 4. September 1989 demonstrierten ca. 1.200 Menschen zum ersten Mal auf den Straßen in Leipzig. Am 9. Oktober 1989 waren es ca. 70.000. Etwas Ungewisses lag an diesem Tag über der Stadt. Was würde passieren? Wird es ein friedlicher Tag oder ein gewaltsamer Tag?
Der 9. Oktober 1989 blieb in Leipzig friedlich und läutete das Ende der DDR ein.
Mit Kerzen und Gebeten standen die Menschen in der DDR auf gegen den Staat, die Partei und die Staatssicherheit. „Wir sind das Volk“ war der Satz, der aus tausenden Kehlen über die Straßen hallte. weiter »
Der Reformator und die Rolle Leipzigs in der Reformation
1512 kam Luther zum ersten Mal nach Leipzig, um sich die 40 Gulden an der Universität abzuholen, die er für seine Doktorarbeit in Wittenberg brauchte. 1545 weilte Luther zum letzten Mal in der Messestadt, um die Kirche des Dominikanerklosters zur ersten evanglischen Universitätskirche in Deutschland zu weihen.
Dazwischen lagen die Leipziger Disputation 1519, während der aus dem Kirchenkritiker Martin Luther der Reformator wurde. 1539 predigt Luther in der Kirche des Thomasklosters im Beisein der Wettiner und führt die Reformation im Herzogtum Sachsen ein. weiter »
Tiefer eintauchen in die großartige Geschichte der Stadt Leipzig
Seit über 1.000 Jahren gibt es die Stadt Leipzig. Günstig gelegen an zwei europäischen Handelsstraßen, entwickelten sich Handel und Messe seit dem Mittelalter. Die erste deutschen Ferneisenbahn fuhr von Leipzig nach Dresden. Visionäre, wie Dr. Carl Heine, machten Leipzig im 19. Jahrhundert zur Industriestadt.
Residenzstadt war Leipzig nie, aber Bürgerstadt seit über 800 Jahren. Handel, Freigeist, Toleranz und Weltoffenheit lockten Dichter, Denker und Komponisten an. Große Namen von Männern sind mit der Stadt Leipzig verbunden, aber auch Frauen haben ihre Spuren in der Stadtgeschichte von Leipzig hinterlassen. weiter »
Leipzigs Geschichte ist eng verwoben mit den Jüdinnen und Juden.
Erstmalig siedelten sie sich im Mittelalter in der Stadt an. Und obwohl sie danach lange kein Bleiberecht hatten, trugen sie als Händler während der Messezeiten zum Reichtum der Stadt bei. Ab dem 19. Jahrhundert wuchs die jüdische Gemeinde, in den 1920er Jahren hatte Leipzig die sechstgrößte jüdische Gemeinde in Deutschland.
Auf diesem Stadtrundgang decken wir die Spuren dieses einst reichen jüdischen Lebens in Leipzig auf – vom Gemeindeleben, dem Pelzhandel bis hin zu den Künstlerinnen und Künstlern, die Leipzig und die Musik- und Kunstwelt geprägt haben. weiter »
Mit Treffpunkt Leipzig haben Sie auch die Möglichkeit, kompetente Führungen in Gebäuden zu erhalten.
In Kombination mit einem Stadtrundgang werfen wir auch einen Blick in die Thomaskirche, Wirkungsstätte von Johann Sebastian Bach und Auftrittsort des Thomanerchors. Die gotische Klosterkirche besticht durch ihre klare Schlichtheit. Die Fenster aus dem 19. Jahrhundert berichten über Personen, die mit der Kirche verbunden sind. Sie sehen den Taufstein, an dem mehrere Kinder von Johann Sebastian Bach getauft wurden und das Grab des Thomaskantors.
Das Hauptgebäude der Universität Leipzig am Augustusplatz ist von außen ein imposanter Bau, es lohnt sich auch, in das Innere des Neuen Augusteums zu gehen. Schaukästen berichten über die Geschichte der Universität und ihrer Bauten. Grabplatten aus der alten Paulinerkirche sind zu sehen und die Büsten dreier großer Studenten – Leibniz, Goethe und Lessing. Im Hörsaalgebäude gibt es Kunst zu bestaunen – heroisch aus der DDR und die Antwort darauf, in Auftrag gegeben von Erich Loest. weiter »
Zwischen Demokratie & Diktatur
Leipzig ist die Stadt des Bürgersinns, des Bürgerstolzes und der Friedlichen Revolution im Herbst ´89. Demokratiebewegung, Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung und die Anfänge der Frauenbewegung sind mit der Stadt verbunden.
Die Lage an wichtigen Handelsstraßen, die Messe mit ihrer über Europa hinaus reichenden Bedeutung machten Leipzig schon seit dem Mittelalter zu einer Stadt der Begegnung, der Freiheit und des Austauschs. Die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte hinterließen auch in Leipzig ihre Spuren. Nationalsozialismus, Judenverfolgung und Zerstörung im 2. Weltkrieg ebenso, wie kommunistische Doktrien und Dikatatur in der DDR. Die Rundgänge von Treffpunkt Leipzig erklären Ihnen die Entwicklung des Bürgersinns in Leipzig vom Mittelalter bis zum Herbst ´89. weiter »
Im Jahr 1122 sollen die Leipziger den Leibarzt von Markgraf Dietrich von Meißen angestiftet haben, den Markgrafen zu vergiften. Ob es so war, wer weiß. Doch diese Tat gilt als Geburtsstunde der Bürgerstadt Leipzig.
Handel und Messe prägten die Stadt und Ihre Bewohner über Jahrhunderte. Wer handeln und Geld verdienen will, braucht nicht unbedingt seinen Landesherren in der Nähe und schon gar nicht die Moral der Kirche. Und so hatten die Leipziger wohl schon immer ein gestörtes Verhältnis zu ihrer Obrigkeit.
Die Industrualiserung brachte für viele Menschen neue Herausforderungen. In Leipzig wurde die erste Gewerkschaft in Deutschland gegründet, der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein entstand in Leipzig und der Allgemein Deutsche Frauenverein. Robert Blum, Wilhelm Liebknecht, Ferdinand Lasalle, August Bebel, Clara Zetkin, Louise Otto-Peters oder Henriette Goldschmidt sind Namen dieser Demokratiebewegung.
Der Rundgang „800 Jahre Bürgerstadt Leipzig & Demokratiebewegung“ zeichnet die Ereignisse nach, vom Mittelalter über August den Starken bis zum Widerstand gegen die braune und gegen die rote Diktatur.
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„Auferstanden aus Ruinen …“ – das ist Leipzig nach 1945. Unliebsame Gebäude, wie die Paulinerkirche, wurden gleich mit gesprengt.
Leipzig in der DDR – das war ein Spannungsfeld zwischen Weltmessestadt und kommunistischer Diktatur.
Hochhäuser sollten die Silhouette der Stadt verändern. Kirchen passten nicht zu einer sozialistischen Großstadt und die Universität bekam nicht nur einen neuen Namen, sondern auch neue Gebäude. Die Bauten der Bürgerstadt Leipzig wurden vernichtet und mit ihnen sollte auch der Bürgersinn gebrochen werden. Aufgegangen ist diese Rechnung nur zum Teil.
Zwischen Diktatur und Widerstand lag das Alltagsleben der Leipziger, der Versuch, in einem angpassten Leben seine persönlichen Freiräume zu finden. Verfall, Umweltverschmutzung und Mangelwirtschaft ließen die Leipziger im Herbst 1989 auf die Straße gehen.
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Die Reichsmessestadt Leipzig war für die Nationalsozialisten wirtschaftlich überlebensnotwendig. In der stolzen Bürgerstadt Leipzig konnten sich NSDAP und braunes Gedankengut nur langsam durchsetzen. Doch sie setzten sich durch.
Denunziation, brennende Synagogen, Judenverfolgung und Deportationen gehören ebenso zur Stadtgeschichte, wie Mitläufertum, Gleichschaltung, Anpassung und Vereinnahmung von Musik und Kultur. Doch es gab auch Widerstand – aus der Arbeiterbewegung, aus der bürgerlichen Mitte, aus der Kirche.
Der Rundgang „Leipzig unterm Hakenkreuz“ zeichnet die Ereignisse der Jahre 1933 bis 1945 nach, erzählt über die Opfer der NS-Diktatur und über mutige Leipziger Bürgerinnen und Bürger, die sich wehrten.
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„Wir sind das Volk“ – so schallte es über den Leipziger Innenstadtring im Herbst 1989. Erst waren nur wenige zu den Montagsdemonatsrationen auf der Straße, es wurden von Woche zu Woche mehr.
Am 9. Oktober 1989 hatten sich ca. 70.000 Demonstranten versammelt. Die Polzei wich vor dem Hauptbahnhof zurück, der Weg war frei – es fiel kein Schuss. Der 9. Oktober 1989 ist der entscheidende Tag, warum wir heute von der Friedlichen Revolution sprechen.
Der Rundgang führt Sie vom Nikolaikirchhof über den Augustusplatz, vorbei am Hauptbahnhof zur Ev. Reformierten Kirche und zeichnet die Ereignisse des 9. Oktober 1989 nach.
Erfahren, warum es in der DDR und speziell in Leipzig rumorte. An der Runden Ecke erfahren Sie vom unrühlichen Ende der Staatssicherheit in Leipzig. Erfahren, welchen Beitrag die „Leipziger Sechs“ zum friedlichen Verlauf des 9. Oktober 1989 beigtragen haben.
Gruppen ab 26 Personen auf Anfrage. weiter »
Leipzig, wo seit 1736 zahlreiche Logen existieren, gilt als Hochburg der Freimaurerei in Deutschland.
Die Liste der namhaften Leipziger Persönlichkeiten, Mitglieder in hiesigen Freimaurerlogen, ist lang. Sie reicht von Goethes Zeichenlehrer Adam Friedrich Oeser über Gottfried Körner, Arnold Brockhaus, Albert Lortzing, Karl Tauchnitz, Anton Philipp Reclam, Ferdinand Blüthner, Carl Seffner, Alfred Brehm, Nobelpreisträger Wilhelm Ostwald, bis zum Schöpfer des Völkerschlachtdenkmals Clemens Thieme.
Viele von ihnen haben sich in beeindruckender Weise für Leipzig engagiert, so zum Beispiel Mäzen Johann Ernst Gotzkowsky, der die Stadt im Siebenjährigen Krieg vor Ruin und Zerstörung bewahrte oder Robert Blum, der für die Ideale der Revolution von 1848 den Märtyrertod starb.
Während eines 90minütigen Rundgangs führt ein ausgewiesener Botschafter der königlichen Kunst von der „Minerva-Säule“ auf dem Nikolaikirchhof, über Strohsack, Nikolaistraße, Specks Hof, Königshaus, Petershof, Rathausarkaden mit Meissener Porzellangeschäft, Naschmarkt, Hainstraße, bis zum „Goldenen Schiff“, einem historischen Versammlungsort der Leipziger Bruderschaft. „Auf den Spuren der geheimnisvollen Freimaurer“ folgt mit zahlreichen Begebenheiten und Geschichten dem Wirken der Leipziger Freimaurer. weiter »
„Leipzig ist wie Sodom und Gomorrha mit Hurerei und Wucher überschüttet. Oh Leipzig, du bist ein böser Wurm. Über dich wird ein großes Unglück ergehen.“ Nun, 500 Jahre später können wir sagen – auch Luther irrte.
Viele Gebäude, in denen Martin Luther lebte, speiste und wirkte, sind in Leipzig nicht erhalten geblieben. Es wurde viel und oft abgerissen in der Messestadt. Doch Luthers Spuren lassen sich auch heute noch in Leipzig finden.
In der Hainstraße, Hausnummer 16 bis 18, steht heute das Hotel de Pologne, ein stattlicher Bau aus dem 19. Jahrhundert. Eine Gedenktafel erinnert an einen der Vorgängerbauten, das Haus des Buchdruckers Melchior Lotter. Hier wohnten Martin Luther und seine Begleiter während der Leipziger Disputation 1519.
In der Thomaskirche predigte Martin Luther 1539 und führte im Herzogtum Sachsen die Reformation ein. Vom Balkon in Barthels Hof soll er zum Volk gepredigt haben.
Folgen Sie den Spuren Martin Luthers und erfahren Sie, wie aus dem Kirchenkritiker Luther in Leipzig der Reformator Luther wurde.
Gruppen ab 26 Personen auf Anfrage. weiter »