Stadtrundgänge in Leipzig zur Bildung & Zeitgeschichte

Zwischen Demokratie & Diktatur

Der Jahrhundertschritt von Wolfgang Mattheuer vor dem Zeitgeschichtlichen Forum LeipzigLeipzig ist die Stadt des Bürgersinns, des Bürgerstolzes und der Friedlichen Revolution im Herbst ´89. Demokratiebewegung, Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung und die Anfänge der Frauenbewegung sind mit der Stadt verbunden.

Die Lage an wichtigen Handelsstraßen, die Messe mit ihrer über Europa hinaus reichenden Bedeutung machten Leipzig schon seit dem Mittelalter zu einer Stadt der Begegnung, der Freiheit und des Austauschs. Die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte hinterließen auch in Leipzig ihre Spuren. Nationalsozialismus, Judenverfolgung und Zerstörung im 2. Weltkrieg ebenso, wie kommunistische Doktrien und Dikatatur in der DDR. Die Rundgänge von Treffpunkt Leipzig erklären Ihnen die Entwicklung des Bürgersinns in Leipzig vom Mittelalter bis zum Herbst ´89.

Nikolaikirche und Nikolaisäule in leipzig - Symbole der Friedlichen Revolution „Wir sind das Volk“ – der Ruf der Friedlichen Revolution 1989 in der DDR. Anfangs waren wenige auf der Straße, es wurden immer mehr. Am 9. Oktober 1989 sollte sich in Leipzig entscheiden, ob der Aufstand der Bürger der DDR gegen Staat und Partei, erfolgreich werden sollte oder blutig niedergeschlagen wird. Der Tag blieb friedlich – das Volk hatte gesiegt. Der Rundgang führt zu den Orten des Herbstes ´89 in Leipzig und zeichnet den 9. Oktober 1989 nach – der entscheidende Tag.

Die Weltmessestadt Leipzig war für die Nazis wirtschaftlich überlebensnotwendig. Eine braune Hochburg war Leipzig nicht, aber Wirtschaft und Zivilgesellschaft passten sich den Machthabern an. Doch es gab auch Widerstand, aus der Mitte der Gesellschaft, aus den Kirchen. Die Reichspogromnacht 1938 besiegelte auch das Schicksal der Leipziger Juden. Judenhass und Judenverfolgung gab es aber schon lange vorher. 1943 kam der Krieg nach Leipzig zurück und traf die Stadt schwer.

Der Jahrhundertschritt von Wolfgang Mattheuer vor dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig „Auferstanden aus Ruinen“ – unliebsame Gebäude wurden gleich mit gesprengt. Leipzig im Spannungsfeld zwischen Weltmessestadt und kommunistischer Diktatur. Hoffnungsvoll begann der Aufbruch nach dem 2. Weltkrieg. Doch immer gab es auch einen bitteren Beigeschmack. Am 17. Juni 1953 rollten sowjetische Panzer durch Leipzig. Die Leipziger Messe war für die Bürger der Stadt das Schaufenster in die Welt. Polizei und Staatssicherheit hielten sich zurück, Oppositionelle nutzten diese kleine Freiheit für öffentlichen Protest. Bis zum Herbst 1989, als zehntausende auf die Straße gingen und riefen „Wir sind das Volk“.

1122 wurde Markgraf Dietrich von Meißen von seinem Leibarzt vergiftet, die Leipziger sollen den Arzt dazu angestiftet haben. Das kann man als Geburtsstunde der Bürgerstadt Leipzig sehen. Residenzstadt war Leipzig nie, aber Handels- und Messestadt. Die Welt ist seit Jahrhunderten in Leipzig zu Gast. Wohlhabend war die Stadt auch und trat somit gegenüber Kirche und Landesherr selbstsicher auf. Mit der Industrialisierung wurde Leipzig zum Zentrum der Gewerkschafts-, Arbeiter- Frauenbewegung. Manchmal weht der Geist der stolzen Bürgerstadt Leipzig heute noch durch die Straßen.

Erfahren Sie die Entwicklung der Bürgerstadt Leipzig vom Mittelalter bis zum Herbst 1989.

Stadtrundgänge in Leipzig zur Bildung & Zeitgeschichte –
zwischen Demokratie & Diktatur

„Wir sind das Volk“ – Friedliche Revolution

Opportunismus & Widerstand – Leipzig unterm Hakenkreuz

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Author: Mirko Seidel am 5. Juni 2026 18:43, category: Stadtgeschichte, Politik & Zeitgeschichte, Stadtrundgang Leipzig, Thementouren, comments per feed RSS 2.0, comments closed.

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