Aufbruch & Niedergang – Leipzig in der DDR
Am 18. April 1945 besetzte die US-Army Leipzig. Im Juli 1945 übernahm die Rote Armee die Stadt. Nach den Schrecken des 2. Weltkrieges sollte ein neues, demokratisches Deutschland entstehen.
Für die Menschen im Westen deutschlands erfüllte sich dieser Traum, für die Menschen im Osten nicht. Nach der braunen Diktatur kam eine rote Diktatur.
„Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt …“ heißt es in der Nationalhymne der DDR. Die Ruinen in Leipzig verschwanden und mit Ihnen Gebäude, die den Machthabern unliebsam waren. weiter »
„Wir sind das Volk“ – auf den Spuren der Friedlichen Revolution in Leipzig
Im Herbst 1989 gingen in der DDR zehntausende Menschen auf die Straße, um für Freiheit und Demokratie zu demonstrieren. „Wir sind das Volk“ war der Ruf, der über die Straßen schallte.
Die erste Montagsdemontration in Leipzig fand am 4. September 1989 statt und wurde gewaltsam aufgelöst. Am 9. Oktober 1989 hatten sich ca. 70.000 Demonstranten versammelt – es lag etwas in der Luft. Was würde passieren? Würde der Tag blutig enden?
Der 9. Oktober 1989 endete in Leipzig, ohne das ein Schuss gefallen war. Die Polzei wich zurück, das Volk hatte gesiegt. Die Montagsdemontration am 9. Oktober 1989 ist der entscheidende Tag der Friedlichen Revolution im Jahr 1989 in der DDR. weiter »
Die Städte im Umland von Leipzig – klein aber oho
Leipzig ist eine tolle Stadt – keine Frage. Aber waren Sie schon einmal in Grimma, Torgau, Wittenberg oder Altenburg? Nein? Dann wird es Zeit.
Leipzig ist seit Jahrhunderten der Anziehungspunkt im Nordwesten von Sachsen. Doch auch die Städte im Umland können mithalten. Kleiner sind sie, aber nicht minder interessant.
Delitzsch hat eine vollständig erhaltene Stadtmauer mit zwei Tortürmen. Das Schloss Delitzsch war Witwensitz der Herzöge von Sachsen-Merseburg und ist ein barockes Juwel ist.
Hermann Schulze-Delitzsch, Begründer des Genossenschaftswesens, lebte in Delitzsch. Der kleine aber feine Stadtkern von Delitzsch mit der mächtigen Stadtkirche lädt zu einem Spaziergang ein. Nach Verfall in der DDR wurde die Altstadt saniert und durch angepasste Neubauten ergänzt. weiter »
Res severa verum gaudium – Musikrundgang Leipzig
Musikstadt Leipzig – Johann Sebastian Bach, Robert und Clara Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Max Reger, Albert Lortzing, Richard Wagner, Gustav Mahler – nur einige der großen Namen, die Leipzig den Titel Musikstadt einbrachten.
Musik spielte schon früh eine wichtige Rolle in der Bürger- und Messestadt Leipzig. Die Geschichte der Leipziger Stadtpfeifer reicht zurück bis in das Jahr 1479. Aus den Stadtpfeifern und dem Colegium musicum von Georg Philipp Telemann entstand das Gewandhausorchester. Res severa verum gaudium – „Wahre Freude ist eine ernste Sache“, so lautet der Wahlspruch des Gewandhausorchesters zu Leipzig. weiter »
Erleben Sie Leipzigs Glanz & Gloria in seinen Höfen & Passagen
Leipzig ist die Stadt mit dem größten zusammenhängenden Passagensystem in Deutschland. Etwa 30 dieser besonderen Orte kann die Innenstadt aufweisen. Die Stadt in der Stadt – lauschige Höfe, prächtige Passagen, stille Durchgänge – das findet man alles in Leipzig.
Die Reise durch die Geschichte der Höfe und Passagen in Leipzig reicht von den Handelshöfen des frühen 16. Jahrhunderts, über den letzten erhaltenen Durchgangshof aus der Zeit der Leipziger Warenmesse, bis zum modernen Passagensystem. Die jahrhundertealte Tradition wurde auch nach 1945 in Leipzig bewahrt, wieder aufgegriffen und zeitgemäß interpretiert. weiter »
Stadtrundgang zur Musikstadt Leipzig
Res severa verum gaudium – „Wahre Freude ist eine ernste Sache“, so lautet der Wahlspruch des Gewandhausorchesters zu Leipzig.
Kaum eine andere deutsche Stadt hat das Prädikat Musikstadt so verdient, wie Leipzig. Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Robert und Clara Schumann, Richard Wagner, der Thomanerchor, das MDR-Sinfonieorchester und das Gewandhausorchester, Kurt Masur und Herbert Blomstedt – Treffpunkt Leipzig präsentiert Ihnen das reiche musikalische Erbe der Stadt Leipzig.
Die Musiktradition in Leipzig reicht zurück bis in das Mittelalter. 1479 beginnt die Geschichte der Leipziger Stadtpfeifer. 1701 sammelte Georg Philipp Telemann eine Schar musikbegeisterter Kommilitonen um sich. Aus beiden Klangkörpern entstand 1743 das große Concert, später das Gewandhausorchester. weiter »
Waldstraßenviertel Leipzig – Bauen um 1900 in seiner schönsten Form
Das Waldstraßenviertel in Leipzig gehört zu den schönsten Gründerzeitvierteln in Deutschland.
Die Leipziger Kaufmanns- und Bankiersfamile Frege ließ das sumpfige Gelände im 19. Jahrhundert aufschütten. Straßen wurden angelegt und die Grundstücke parzelliert. Es entstand eines der schönsten Wohnviertel der Stadt Leipzig. Prächtige Fassaden von Spätklassizismus über Historismus bis zum Jugendstil erzählen vom Reichtum der Messe- und Pelzstadt Leipzig. Erker, Dachtürmchen, Portale – im Waldstraßenviertel kann man alles bestaunen, was das Bauen in der Zeit um 1900 ausmachte. weiter »
Zwischen Stalinbarock und WBS 70 – Architektur der DDR in Leipzig
Nach dem 2. Weltkrieg stand man in Leipzig vor der Frage: Wie bauen wir die Stadt wieder auf?
Der Krieg hatte auch in Leipzig seine Spuren hinterlassen. Hinzu kam die ideologische Beeinflussung auf Städtebau und Architektur in der DDR. Eine moderne, sozialistische Großstadt sollte Leipzig werden.
Ruinen wurde beseitigt und unliebsame Gebäude, wie die Paulinerkirche, gesprengt. Großbauten des Bürgertums, die zu retten gewesen wären, wurden aufgegeben. Die Gebäude, die den Krieg überstanden hatten, überließ man viele Jahre dem Verfall. weiter »
Erleben Sie die Architekturvielfalt in Leipzig und werfen Sie einen Blick auf das alte Leipzig
In der Innenstadt von Leipzig bietet sich eine Architekturvielfalt, wie sie in kaum einer anderen deutschen Großstadt zu finden ist. Von der Romanik bis zur Moderne – alles lässt sich entdecken in Leipzig auf einer Fläche von 0,5 km².
Das älteste erhaltene Gebäude in Leipzig ist die Nikolaikirche. 1165 wurde mit dem Bau begonnen, 1185 war die Kirche fertiggestellt. Außen eher schlicht, zeigt die Nikolaikirche im Inneren einen der schönsten klassizistischen Kirchenräume in Deutschland.
Die Gotik findet man noch an der Thomaskirche. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Thomaskirche im Stil der Neogotik überformt. Bahrmanns Hof am Markt ist vermutlich der älteste erhaltene Profanbau in Leipzig aus dem frühen 14. Jahrhundert. Die Zeit der Renaissance war die erste große Blütezeit Leipzigs. Das Alte Rathaus und die Alte Waage am Markt stammen aus dieser Zeit. weiter »
Stadtrundgang durch Historismus und Jugendstil im Waldstraßenviertel Leipzig
Das Waldstraßenviertel in Leipzig gehört zu den schönsten Gründerzeitvierteln in Deutschland.
Im 19. Jahrhundert ließ die Leipziger Kaufmanns- und Bankiersfamile Frege das sumpfige Gelände aufschütten, Straßen anlegen und die Grundstücke parzellieren. In den folgenden Jahrzehnten entstand eines der schönsten Wohnviertel der Stadt. Prächtige Fassaden des Historismus und des Jugendstils, Erker, Dachtürmchen, Portale – das Waldstraßenviertel zeigt alles, was um 1900 modern war. weiter »
Erleben Sie die Architekturvielfalt in Leipzig
Leipzig bietet eine einzigartige Architekturvielfalt. Von der Romanik bis zur Moderne – alles lässt sich anschauen in der Altstadt von Leipzig auf einer Fläche von 0,5 km².
Um 1165 erhielt Leipzig Stadt- und Marktrecht. 1165 begann auch der Bau der Nikolaikirche, heute das älteste erhaltene Gebäude in der Innenstadt aus der Romanik mit einem prächtigten Innenraum aus der Zeit des Klassizismus.
Der Bau der Thomaskirche begann 1212, Ende des 15. Jahrhunderts erhielt die Thomaskirche ihr gotisches Schiff, das neogotisch überfromt wurde. Der Bau fester Bürgerhäuser begann wohl im frühen 14. Jahrhundert am Markt. Ihre erste große Blütezeit erlebte Leipzig im 16. Jahrhundert. Das Alte Rathaus und die Alte Waage am Markt erzählen noch davon. weiter »
Mit Treffpunkt Leipzig haben Sie auch die Möglichkeit, kompetente Führungen in Gebäuden zu erhalten.
In Kombination mit einem Stadtrundgang werfen wir auch einen Blick in die Thomaskirche, Wirkungsstätte von Johann Sebastian Bach und Auftrittsort des Thomanerchors. Die gotische Klosterkirche besticht durch ihre klare Schlichtheit. Die Fenster aus dem 19. Jahrhundert berichten über Personen, die mit der Kirche verbunden sind. Sie sehen den Taufstein, an dem mehrere Kinder von Johann Sebastian Bach getauft wurden und das Grab des Thomaskantors.
Das Hauptgebäude der Universität Leipzig am Augustusplatz ist von außen ein imposanter Bau, es lohnt sich auch, in das Innere des Neuen Augusteums zu gehen. Schaukästen berichten über die Geschichte der Universität und ihrer Bauten. Grabplatten aus der alten Paulinerkirche sind zu sehen und die Büsten dreier großer Studenten – Leibniz, Goethe und Lessing. Im Hörsaalgebäude gibt es Kunst zu bestaunen – heroisch aus der DDR und die Antwort darauf, in Auftrag gegeben von Erich Loest. weiter »
Man kann die Stadt Leipzig als Gesamtkunstwerk bezeichnen. Leipzig hat nicht nur eine sehenswerte Innenstadt, sondern auch viele schöne Wohnviertel, historische Gebäude, umgenutzte Industriebauten, Wasser und Grün in den Stadtteilen.
Eine Stadtrundfahrt zeigt Ihnen kompakt in 90 oder 120 Minuten alles, was man außerhalb des Stadtzentrums in Leipzig gesehen haben sollte. Die Stadtrundfahrt führt von der Innenstadt vorbei am Leipziger Zoo in den Stadtteil Gohlis. Durch das Rosental und das Waldstraßenviertel geht es in das Sportforum Leipzig. Plagwitz war der Industriestadtteil Leipzigs und ist heute beliebter Wohnort am Wasser. weiter »
Wer die Stadt Leipzig zum ersten Mal besucht, mag etwas verwundert sein. Die Gebäude im Stadtzentrum zeigen ein wenig harmonisches Bild. Eine schöne Stadt, ja. Aber soviel durcheinander bei den Häusern.
Da ein Renaissancebau, dort eine prächtige Barockfassade, dazwischen Gebäude aus dem Historismus und Jugendstil, Bauten aus der DDR und moderne Neubauten. Ein kunterbuntes Sammelsurium, Leipziger Allerlei eben.
Genau das ist das Besondere an der Innenstadt von Leipzig. Wer die Architektur der Stadt verstehen will, muss sich mit der Stadtgeschichte beschäftigen.
Leipzig, das ist die Stadt des Handels, der Messe, des Pelzgewerbes. Leipzig ist aber auch die Stadt der Kriege, der Zerstörung. All das hat das Stadtbild über Jahrhunderte geprägt. Aus der mittelalterlichen Stadt wurde im 16. Jahrhundert eine prächtige Renaissancestadt – Altes Rathaus, Alte Waage und einige Bürgerhäuser in der Hainstraße künden von der ersten Blütezeit Leipzigs.
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Vielfalt von der Romanik bis zur Moderne
Die Stadt Leipzig bietet eine große Vielfalt der Architektur – von der Romanik bis zur Moderne. Für Architekturbegeisterte ist Leipzig ein Leckerbissen.
Treffpunkt Leipzig bietet mehrere Architekturführungen in Leipzig an, um Ihnen diese Vielfalt zu zeigen.
Der Architekturrundgang „Von der Romanik bis zur Moderne“ zeigt Ihnen die schönsten und wichtigsten Gebäude in der Innenstadt, Vielfalt und Spezifik der Architektur und natürlich die Zweckbauten und Passagen für die Mustermesse.
Diesen Architekturrundgang gibt es auch in Kombination mit der Besichtigung des Stadtmodells im Alten Rathaus, das die Stadt Leipzig im frühen 19. Jahrhundert zeigt. weiter »
Zwischen Demokratie & Diktatur
Leipzig ist die Stadt des Bürgersinns, des Bürgerstolzes und der Friedlichen Revolution im Herbst ´89. Demokratiebewegung, Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung und die Anfänge der Frauenbewegung sind mit der Stadt verbunden.
Die Lage an wichtigen Handelsstraßen, die Messe mit ihrer über Europa hinaus reichenden Bedeutung machten Leipzig schon seit dem Mittelalter zu einer Stadt der Begegnung, der Freiheit und des Austauschs. Die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte hinterließen auch in Leipzig ihre Spuren. Nationalsozialismus, Judenverfolgung und Zerstörung im 2. Weltkrieg ebenso, wie kommunistische Doktrien und Dikatatur in der DDR. Die Rundgänge von Treffpunkt Leipzig erklären Ihnen die Entwicklung des Bürgersinns in Leipzig vom Mittelalter bis zum Herbst ´89. weiter »
Das Stadtzentrum von Leipzig ist nur 600 x 800 m groß. Auf einer Fläche von 0,5 km² stehen architektonische Leckerbissen aus acht Jahrhunderten. Wer sich für Architektur interessiert, ist in Leipzig genau richtig.
Das Stadtbild von Leipzig wurde immer wieder verändert. Kriege, Abbrüche und sich wandelnde Ansprüche der Leipziger Messe führten in der Geschichte der Stadt mehrmals zu großen Umbauten. Seinen ersten Aufschwung erlebte Leipzig im 16. Jahrhundert und wurde prächtige Renaissancestadt. Im 18. Jahrhundert bauten sich die Bürger eine nicht minder prächtige Barockstadt. Mit der Erfindung der Mustermesse 1896 entstanden großen Messehäuser, die das Stadtbild bis heute prägen. weiter »
Im Jahr 1122 sollen die Leipziger den Leibarzt von Markgraf Dietrich von Meißen angestiftet haben, den Markgrafen zu vergiften. Ob es so war, wer weiß. Doch diese Tat gilt als Geburtsstunde der Bürgerstadt Leipzig.
Handel und Messe prägten die Stadt und Ihre Bewohner über Jahrhunderte. Wer handeln und Geld verdienen will, braucht nicht unbedingt seinen Landesherren in der Nähe und schon gar nicht die Moral der Kirche. Und so hatten die Leipziger wohl schon immer ein gestörtes Verhältnis zu ihrer Obrigkeit.
Die Industrualiserung brachte für viele Menschen neue Herausforderungen. In Leipzig wurde die erste Gewerkschaft in Deutschland gegründet, der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein entstand in Leipzig und der Allgemein Deutsche Frauenverein. Robert Blum, Wilhelm Liebknecht, Ferdinand Lasalle, August Bebel, Clara Zetkin, Louise Otto-Peters oder Henriette Goldschmidt sind Namen dieser Demokratiebewegung.
Der Rundgang „800 Jahre Bürgerstadt Leipzig & Demokratiebewegung“ zeichnet die Ereignisse nach, vom Mittelalter über August den Starken bis zum Widerstand gegen die braune und gegen die rote Diktatur.
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„Auferstanden aus Ruinen …“ – das ist Leipzig nach 1945. Unliebsame Gebäude, wie die Paulinerkirche, wurden gleich mit gesprengt.
Leipzig in der DDR – das war ein Spannungsfeld zwischen Weltmessestadt und kommunistischer Diktatur.
Hochhäuser sollten die Silhouette der Stadt verändern. Kirchen passten nicht zu einer sozialistischen Großstadt und die Universität bekam nicht nur einen neuen Namen, sondern auch neue Gebäude. Die Bauten der Bürgerstadt Leipzig wurden vernichtet und mit ihnen sollte auch der Bürgersinn gebrochen werden. Aufgegangen ist diese Rechnung nur zum Teil.
Zwischen Diktatur und Widerstand lag das Alltagsleben der Leipziger, der Versuch, in einem angpassten Leben seine persönlichen Freiräume zu finden. Verfall, Umweltverschmutzung und Mangelwirtschaft ließen die Leipziger im Herbst 1989 auf die Straße gehen.
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Auch die DDR hat in Leipzig ihre architektonischen Spuren hinterlassen. Getragen vom Willen, eine neue, sozialistische Großstadt zu bauen, mussten alte Bauten weichen. Vom Stil der Nationalen Bautradition in der DDR über die Moderne der 1960er Jahre bis zum Plattenbau WBS 70 lässt sich die Architekturgeschichte der DDR in der Innenstadt von Leipzig nachvollziehen. weiter »