Opportunismus & Widerstand – Leipzig unterm Hakenkreuz
Die Reichsmessestadt Leipzig mit ihrer Mustermesse war für die Nationalsozialisten wirtschaftlich überlebensnotwendig. In der stolzen und wohlhabenden Bürgerstadt Leipzig konnten sich die NSDAP und ihr braunes Gedankengut nur langsam durchsetzen. Doch sie setzten sich durch.
Die Denunziation und Verfolgung von jüdischen Bürgerinnen und Bürgern begann schon im Februar 1933. Am 9. November 1938 brannten auch in Leipzig die Synagogen. Jüdische Geschäfte und Banken wurden arisiert. Andersdenkende und politische Gegner kamen in Lager. weiter »
Der Beitrag der Jüdinnen und Juden am Reichtum der Stadt Leipzig und ihre Vernichtung
Die Geschichte der Stadt Leipzig ist eng verwoben mit den jüdischen Bürgerinnen und Bürgern.
Im Mittelalter siedelten sich Juden erstmals in Leipzig an. Obwohl sie lange kein Bleiberecht hatten, trugen sie als Händler während der Messen zu Wohlstand und Reichtum der Stadt Leipzig bei. Im 19. Jahrhundert wuchs die jüdische Gemeinde, in den 1920er Jahren gab es in Leipzig die sechstgrößte jüdische Gemeinde in Deutschland.
Felix Mendelssohn-Bartholdy kam 1835 als Gewandhauskapellmeister nach Leipzig, gründete das erste Konservatorium in Deutschland und führte die Werke von Johann Sebastian Bach wieder auf. Sein Denkmal vor dem Alten Gewandhaus wurde 1938 zerstört. weiter »
Stadtrundgang durch Historismus und Jugendstil im Waldstraßenviertel Leipzig
Das Waldstraßenviertel in Leipzig gehört zu den schönsten Gründerzeitvierteln in Deutschland.
Im 19. Jahrhundert ließ die Leipziger Kaufmanns- und Bankiersfamile Frege das sumpfige Gelände aufschütten, Straßen anlegen und die Grundstücke parzellieren. In den folgenden Jahrzehnten entstand eines der schönsten Wohnviertel der Stadt. Prächtige Fassaden des Historismus und des Jugendstils, Erker, Dachtürmchen, Portale – das Waldstraßenviertel zeigt alles, was um 1900 modern war. weiter »
Leipzigs Geschichte ist eng verwoben mit den Jüdinnen und Juden.
Erstmalig siedelten sie sich im Mittelalter in der Stadt an. Und obwohl sie danach lange kein Bleiberecht hatten, trugen sie als Händler während der Messezeiten zum Reichtum der Stadt bei. Ab dem 19. Jahrhundert wuchs die jüdische Gemeinde, in den 1920er Jahren hatte Leipzig die sechstgrößte jüdische Gemeinde in Deutschland.
Auf diesem Stadtrundgang decken wir die Spuren dieses einst reichen jüdischen Lebens in Leipzig auf – vom Gemeindeleben, dem Pelzhandel bis hin zu den Künstlerinnen und Künstlern, die Leipzig und die Musik- und Kunstwelt geprägt haben. weiter »