Die Städte im Umland von Leipzig – klein aber oho
Leipzig ist eine tolle Stadt – keine Frage. Aber waren Sie schon einmal in Grimma, Torgau, Wittenberg oder Altenburg? Nein? Dann wird es Zeit.
Leipzig ist seit Jahrhunderten der Anziehungspunkt im Nordwesten von Sachsen. Doch auch die Städte im Umland können mithalten. Kleiner sind sie, aber nicht minder interessant.
Delitzsch hat eine vollständig erhaltene Stadtmauer mit zwei Tortürmen. Das Schloss Delitzsch war Witwensitz der Herzöge von Sachsen-Merseburg und ist ein barockes Juwel ist.
Hermann Schulze-Delitzsch, Begründer des Genossenschaftswesens, lebte in Delitzsch. Der kleine aber feine Stadtkern von Delitzsch mit der mächtigen Stadtkirche lädt zu einem Spaziergang ein. Nach Verfall in der DDR wurde die Altstadt saniert und durch angepasste Neubauten ergänzt. weiter »
An der Nordostecke des Marktplatzes von Leipzig ist im Pflaster eine Bronzetafel eingelassen. „Leipzig im Schnittpunkt alter Handelsstraßen“ ist dort zu lesen, dazu ein Erläuterungstext, die Karte von Europa mit dem Verlauf der Handelsstraßen, der Stadtgrundriss von Leipzig, Merkur – der Gott der Händler und Kaufleute und eine Windrose. Man muss genau hinschauen, um die Tafel zu sehen, doch sie beschreibt das, was Leipzig zu einer der wichtigsten Handels- und Messestädte Europas machte.
In Leipzig kreuzten sich im Mittelalter zwei europäische Handelsstraßen – die Via Regia und die Via Imperii.
Die Via Regia – Königliche Straße oder Königlicher Weg, auch Hohe Straße genannt – war bis in die frühe Neuzeit eine wichtige, von West nach Ost verlaufende Handels- und Militärroute in Europa. Sie war mehr als das – ein ganzes Netz von Straßen, die die Iberische Halbinsel, Frankreich, die Nordseeküste und das Rheinland mit Mitteldeutschland verband und weiter nach Osten über Schlesien nach Moskau und Kiew führte.
Via Regia ist kein Straßenname. Via Regia ist ein rechtlicher Status. Alle Straßen, die diesen oder ähnliche Namen führten, waren Handelswege, die unter dem Schutz des Königs standen. Für sie bestand besonderer Friedensschutz.
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Der 18. Oktober 1813 war der entscheidende Tag der Völkerschlacht bei Leipzig. Napoleon unterlag den verbündeten Truppen Preußens, Russlands, Österreichs und Schwedens. Über 100.00 Soldaten fanden den Tod.
100 Jahre später wurde am südlichen Rand von Leipzig das Völkerschlachtdenkmal für die bis dahin größte und verlustreichste Schlacht der Menscheitgeschichte eingeweiht – monumental, trutzig, wehrhaft.
Gebaut wurde das Völkerschlachtdenkmal als Symbol des Sieges über Frankreich. Heute erinnert das Völkerschlachtdenkmal an alle Gefallenen der Völkerschlacht und mahnt zum Frieden.
Sie sehen den Napoleonstein, der Ort an dem Napoleon die Nachricht von seiner Niederlage erhalten hat. Am Wasserbecken erfahren Sie die Geschichte jener Tage des Jahres 1813 und welche Auswirkungen diese Schlacht auf Leipzig hatte.
Im Völkerschlachtdenkmal sehen Sie in der Kuppelhalle die überlebensgroßen Figuren und die Reiterfiguren. Anschließend können Sie auf die Aussichtsplattform steigen und den Blick über Leipzig genießen und im Forum 1813 die Ausstellung anschauen.
Gruppen ab 26 Personen auf Anfrage. Die Führung kann auch auf eine Stunde begrenzt werden (nur Führung auf dem Gelände, Innenbesichtigung dann individuell).
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