Stadtrundgang durch Leutzsch – Stadtteil der Gegensätze
Im 11. Jahrhundert entstand am Rand der Aue der Weißen Elster ein befestigter Hof zum Schutz der Handelsstadt Leipzig. Da hat es das slawische Dorf Leutzsch schon mehrere Jahrhunderte gegeben.
Eisenbahn und Straßenbahn kamen nach Leutzsch und aus dem kleinen Bauerndorf wurde ein Industrie- und Arbeiterstadtteil. Auch Leipziger Unternehmer erkannten die schöne Lage am Rand der Aue der Weißen Elster und ließen sich eines der prächtigsten Villenviertel in Leipzig bauen, allen voran die Rauchwarenhändlerfamilie Thorer.
Die große Wohnungsnot nach dem 1. Weltkrieg veranlasste Stadtbaurat Hubert Ritter zum Bau großer Wohnanlagen des sozialen Wohnungsbaus. weiter »
Erleben Sie einen Stadtteil Plagwitz mit einem Rundgang & einer Bootsfahrt
Den Leipziger Industriestadtteil Plagwitz kann man vom Land und vom Wasser erleben.
Erfahren Sie auf einem Stadtrundgang durch Plagwitz, welche Vision Dr. Carl Heine mit seinem Industriestandort hatte. Staunen Sie über die heute sanierten Wohnhäuser, die umgenutzten Fabriken und erfahren Sie, welchen Wandel der Stadtteil Plagwitz seit 1990 erfahren hat.
Sie sehen in Plagwitz Deutschlands größtes Industriedenkmal – die Buntgarnwerke, das Stelzenhaus, das Riverboat, den ersten Versandhandel Deutschlands – Mey & Edlich. Genießen Sie die Atmosphäre in Plagwitz zwischen Industrie, Wasser und Wandel. weiter »
An der Nordostecke des Marktplatzes von Leipzig ist im Pflaster eine Bronzetafel eingelassen. „Leipzig im Schnittpunkt alter Handelsstraßen“ ist dort zu lesen, dazu ein Erläuterungstext, die Karte von Europa mit dem Verlauf der Handelsstraßen, der Stadtgrundriss von Leipzig, Merkur – der Gott der Händler und Kaufleute und eine Windrose. Man muss genau hinschauen, um die Tafel zu sehen, doch sie beschreibt das, was Leipzig zu einer der wichtigsten Handels- und Messestädte Europas machte.
In Leipzig kreuzten sich im Mittelalter zwei europäische Handelsstraßen – die Via Regia und die Via Imperii.
Die Via Regia – Königliche Straße oder Königlicher Weg, auch Hohe Straße genannt – war bis in die frühe Neuzeit eine wichtige, von West nach Ost verlaufende Handels- und Militärroute in Europa. Sie war mehr als das – ein ganzes Netz von Straßen, die die Iberische Halbinsel, Frankreich, die Nordseeküste und das Rheinland mit Mitteldeutschland verband und weiter nach Osten über Schlesien nach Moskau und Kiew führte.
Via Regia ist kein Straßenname. Via Regia ist ein rechtlicher Status. Alle Straßen, die diesen oder ähnliche Namen führten, waren Handelswege, die unter dem Schutz des Königs standen. Für sie bestand besonderer Friedensschutz.
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Durch Leipzig fließen drei Flüsse – die Weiße Elster, die Pleiße, die Parthe – und ein Nebenarm der Weißen Elster, die Luppe. Die breiten, sumpfigen Flussauen konnten nicht bebaut werden und so hat Leipzig das größte zusammenhängende Auwaldsystem in einer europäischen Großstadt. Der Leipziger Auwald zieht sich auf einer Länge von über 20 km von Norden nach Süden durch die Stadt, Breite 2 bis 5 Kilometer.
Die grüne Lunge Leipzigs lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden, vom Cospudener See im Süden bis zur Mündung der Luppe in die Weiße Elster im Nordwesten. In der Innenstadt wurde der Auwald im 19. Jahrhundert in eine mehrere Kilometer lange Parklandschaft umgestaltet. Die Stadt wuchs nah an den Auwald heran und so entdeckt man auch manch imposantes Bauwerk – Palmengartenwehr, Sportforum oder das Bundesverwaltungsgericht.
Entdecken Sie das grüne Leipzig auf einer Radtour durch den Leipziger Auwald und die Elster-Luppe-Aue.
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