„Wir sind das Volk“ – auf den Spuren der Friedlichen Revolution in Leipzig
Im Herbst 1989 gingen in der DDR zehntausende Menschen auf die Straße, um für Freiheit und Demokratie zu demonstrieren. „Wir sind das Volk“ war der Ruf, der über die Straßen schallte.
Die erste Montagsdemontration in Leipzig fand am 4. September 1989 statt und wurde gewaltsam aufgelöst. Am 9. Oktober 1989 hatten sich ca. 70.000 Demonstranten versammelt – es lag etwas in der Luft. Was würde passieren? Würde der Tag blutig enden?
Der 9. Oktober 1989 endete in Leipzig, ohne das ein Schuss gefallen war. Die Polzei wich zurück, das Volk hatte gesiegt. Die Montagsdemontration am 9. Oktober 1989 ist der entscheidende Tag der Friedlichen Revolution im Jahr 1989 in der DDR. weiter »
Im Jahr 1122 sollen die Leipziger den Leibarzt von Markgraf Dietrich von Meißen angestiftet haben, den Markgrafen zu vergiften. Ob es so war, wer weiß. Doch diese Tat gilt als Geburtsstunde der Bürgerstadt Leipzig.
Handel und Messe prägten die Stadt und Ihre Bewohner über Jahrhunderte. Wer handeln und Geld verdienen will, braucht nicht unbedingt seinen Landesherren in der Nähe und schon gar nicht die Moral der Kirche. Und so hatten die Leipziger wohl schon immer ein gestörtes Verhältnis zu ihrer Obrigkeit.
Die Industrualiserung brachte für viele Menschen neue Herausforderungen. In Leipzig wurde die erste Gewerkschaft in Deutschland gegründet, der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein entstand in Leipzig und der Allgemein Deutsche Frauenverein. Robert Blum, Wilhelm Liebknecht, Ferdinand Lasalle, August Bebel, Clara Zetkin, Louise Otto-Peters oder Henriette Goldschmidt sind Namen dieser Demokratiebewegung.
Der Rundgang „800 Jahre Bürgerstadt Leipzig & Demokratiebewegung“ zeichnet die Ereignisse nach, vom Mittelalter über August den Starken bis zum Widerstand gegen die braune und gegen die rote Diktatur.
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